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Fairphone: das erste Fair Trade Handy kommt auf den Markt

News vom 22.05.2013, um 11:10 Uhr

Fairphone
© fairphone.com

Fair Trade ist mehr als ein Trend, denn immer mehr Verbraucher wollen Waren, die fair gehandelt werden. Dabei steht aber nicht nur Kleidung im Vordergrund, sondern auch andere Dinge des täglichen Lebens, wie zum Beispiel Smartphones und Handys. Auch in diesem Fall wollen viele Verbraucher wissen, wo was herkommt und unter welchen Bedingungen produziert wurde. Jetzt gibt es das erste Fair Trade Handy.

Fairphone zu fairen Bedingungen

Das neue Fairphone, das es seit Kurzem zu kaufen gibt, wurde nach Angaben des Herstellers A’Hong weitgehend nach den internationalen Regeln des Fair Trade produziert. So wurde zum Beispiel auf sogenannte „Blutmetalle“ verzichtet, die auch als seltene Erden bekannt sind. Fast alle Rohstoffe, die in dem fairen Smartphone verarbeitet wurden, stammen aus Minen und nachträglich aus Regionen dieser Welt, die nicht von Konflikten belastet sind. Das macht die Produktion des Fairphones nachhaltig und darüber hinaus auch sozial- und umweltverträglich. Das Unternehmen A’Hong, welches das Handy auf den Markt bringt, hat sich vertraglich zusichern lassen, dass man Einfluss auf die Produktion nehmen kann, wenn nicht alles wie zugesichert seinen Gang geht.

Technischen Einzelheiten des Fair Trade Handys

Auch technisch überzeugt das Smartphone. Es verfügt über einen 4,3-Zoll-TFT-Bildschirm mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln. Es ist klein und handlich und die Abmessung beträgt gerade mal 123 x 64,5 x 9,8 Millimeter und wiegt nur  165 g.  Der Akku, der austauschbar ist, hat eine Nennladung von 2.000 mAh und der interne Speicher liegt bei 16 GB plus Arbeitsspeicher mit 1 GB. Natürlich verfügt das Smartphone über eine 8 Megapixel-Kamera, WLAN, Bluetooth und weitere Features. Bei dem Betriebssystem handelt es sich hier um das Android 4.2.

Hersteller A’Hong
Produktname Fairphone 2
Kameraauflösung 12 Megapixel
Akkukapazität 2000 mAh

Vor- und Nachteile eines Fairphone 2

  • Dual-SIM und zusätzlicher SD-Slot
  • Austauschbarer Akku
  • Mit Android 6.0
  • Der Preis ist recht hoch

Made in China

Dass das neue Fairphone ausgerechnet in China produziert wird, ist für viele Kritiker des Projekts unverständlich. Gilt doch China als ein Land, in dem Fair Trade bislang keine allzu große Rolle gespielt hat. Auch dass sich die chinesischen Unternehmer A’Hong nicht gerne in die Karten sehen lassen, ist bekannt. Es wurde aber ein Unternehmen in China gefunden, das infrage kommt. Zunächst sollte nur die Endproduktion in Europa stattfinden, da es aber zu kompliziert und zu kostenaufwendig geworden wäre, hat man sich seitens des Herstellers dazu entschlossen, das Smartphone komplett im Land der Mitte fertigen zu lassen.

Übrigens: Bevor es losgehen konnte, musste unter anderem auch sichergestellt werden, dass die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter vor Ort verbessert werden. Das fair gehandelte Smartphone kommt übrigens im Herbst auf den Markt, kann aber bereits jetzt schon auf www.fairphone.com für 325 Euro vorbetsellt werden.