Blackberry versucht, mit einem Billig-Smartphone zu punkten

News vom 20.05.2014, um 22:00 Uhr


© Blackberry

Dass die Zeiten auf dem hart umkämpften Handy und Smartphone Markt nicht rosig sind, bekommt im Moment Blackberry zu spüren. Die Geschäfte sind stark rückläufig und man versucht, sich mit neuen Ideen von den anderen Anbietern abzuheben. Jetzt schlägt Blackberry um sich und will mit einem Billig-Smartphone neue Kunden für sich begeistern. Das Z3, wie das neue Smartphone heißen soll, ist vor allem dafür gedacht, Kunden aus Schwellenländern mit ins Boot zu holen. Dieser „Lucky Punch“ ist wohl der letzte Rettungsanker, den das Unternehmen sieht.

Blackberry unter 200 Dollar

blackberry_smallDer Blackberry-Konzern in Toronto möchte den Fall im Smartphone Geschäft mit einem Billiggerät aufhalten. Dazu wurde vergangenen Dienstag in Jakarta das neue Z3 vorgestellt. Die Geschäftsleitung räumt auch ein, dass diese Aktion, sollte sie keinen Erfolg bringen, schwerwiegende Folgen für das Unternehmen haben könnte. So jedenfalls drückte es der Konzernchef John Chen aus.

Das neue Smartphone wird unter 200 Dollar angeboten werden und ist das erste Modell, das unter der Firmenleitung von Chen auf den Markt kommt. Das Vorgängermodell Blackberry 10 war für Kunden und Unternehmen eine große Enttäuschung. Das Z3 soll diese Enttäuschung nun wieder aufheben. Damit man aber Apple und Samsung aber den Kampf ansagen kann, müssen andere Geschütze aufgefahren werden. Daher hat sich Blackberry auch entschlossen, die Firma Foxconn, ein Zulieferer von Apple, mit ins Boot zu holen. Damit verspricht man sich, die rapiden Verluste an Marktanteilen wieder aufzuholen.

Mit dem Blackberry gegen NSA Angriffe

Die Verunsicherung durch die NSA-Affäre soll sich für Blackberry profitabel auswirken. Man möchte sich daher stärker auch an Geschäftskunden wenden, die eine sichere Verschlüsselungstechnik erlauben. Bleibt zu hoffen, dass das Geschäft schnell und gut anläuft und sich für Blackberry alles zum Guten wendet. Die großen Verluste im Unternehmen hatten bereits zu Entlassungswellen geführt und damit steht auch das Multifunktionshandy-Geschäft nun auf einem Prüfstand.
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