Telekom will Netz für alle Kunden drosseln

News vom 03.05.2013, um 11:21 Uhr

Telekom drosselt die DSL-Geschwindigkeit
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Die Telekom ist wieder einmal mehr in den Schlagzeilen und das im negativen Sinn, denn die Telekom wird ab dem 2. Mai 2013 die Geschwindigkeit des Internets reduzieren, wenn der Kunde ein bestimmtes Übertragungsvolumen überschreitet. Dabei gibt es je nach Geschwindigkeit des Anschlusses eine Obergrenze und das heißt, wenn der Kunde zum Beispiel einen Anschluss mit 16 Megabit hat, dann wird ab 75 Gigabyte Übertragungsvolumen die Geschwindigkeit auf nunmehr 384 Kilobits in der Sekunde gedrosselt, und das entspricht dann lediglich einer simplen UMTS Geschwindigkeit.

Die Telekom dreht den Hahn zu

Aber das ist noch nicht alles, was die Telekom in Zukunft für ihre Kunden bereithält, denn es kommt ein weiteres Problem dazu. Alle Anschlüsse bis 200 Megabit, mit denen es möglich wäre ein höheres Übertragungsvolumen zu erreichen, sind nicht überall in Deutschland auch verfügbar. Es ist also theoretisch durchaus möglich, dass die Telekom dann einen Tarif an ihre Kunden verkauft, der ein höheres Inklusivvolumen vorsieht, aber im gleichen Atemzug den Kunden darauf aufmerksam machen muss, dass eine höhere Geschwindigkeit jetzt zwar möglich ist, aber in dieser Region überhaupt nicht zur Verfügung steht.

Drosselung bei DSL Anschlüssen

Es gibt aber auch Ausnahmen, wenn es um die Drosselung der Geschwindigkeit bei DSL Anschlüssen geht. Diese Ausnahmen beziehen sich auf das Telefonieren, und auch der Bereich Entertain ist davon betroffen. Wenn es um das Telefonieren übers Internet geht, muss man als Telekom Kunde auch in der Zukunft keine Angst haben, denn auch hier ändert sich nichts. Der Grund für diese Ausnahmen ist aber nicht in der Kundenfreundlichkeit der Telekom zu suchen, sondern hängt mit den sogenannten Managed Services zusammen, denn diese Leistungen müssen die Kunden immer extra buchen und auch bezahlen.

Von der Geschwindigkeitsbegrenzung sind also nur die Kunden besonders betroffen, die auf die Alternative Video-on-Demand, IPTV- und Musik on Demand Dienste nicht in Anspruch nehmen, denn sie haben das Nachsehen.